Artikel aus dem Handelsblatt vom 03.06.2020

Rund 28 Prozent der von der BA vermittelten Arbeitslosen kommen in der Zeitarbeit an. Die Grünen halten das für „nicht nachhaltig“, die Branche widerspricht.

Aktuell fällt bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) viel Arbeit an – bedingt durch die vielen Anträge auf Kurzarbeit und die steigende Arbeitslosigkeit. Aber wie gut hat die Nürnberger Behörde ihre Arbeit gemacht, bevor die Corona-Pandemie dem deutschen Beschäftigungswunder ein jähes Ende bereitete?

In ihrem Kerngeschäft, der Jobvermittlung, nicht besonders gut, finden die Grünen. Denn obwohl die Unternehmen im vergangenen Jahr noch händeringend Arbeitskräfte suchten, landeten 28 Prozent der von der BA vermittelten Arbeitslosen in der Leiharbeitsbranche. Dies geht aus der Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Abgeordneten Beate Müller-Gemmeke hervor.

„Wenn die BA weiterhin 28 Prozent der Arbeitssuchenden in die Leiharbeit vermittelt – in eine Branche, die gerade mal zwei Prozent der Beschäftigung ausmacht –, dann hat sie noch immer nicht ihre Hausaufgabe gemacht“, kritisiert die Parlamentarierin.

Zwar ist der Anteil deutlich gesunken, 2017 lag er noch bei fast einem Drittel. Die Grünen stellt die Entwicklung aber dennoch nicht zufrieden, weil die Vermittlung in Leiharbeit aus ihrer Sicht „nicht nachhaltig“ ist. So verdienten Leiharbeitskräfte oft weniger als die Stammbelegschaften und würden schneller wieder arbeitslos. […]

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Knapp drei von zehn Arbeitslosen werden in die Zeitarbeit vermittelt